Body Vision     Herzraum-Energie-Berührung
Sie sind hier: Startseite » Tantra-Wissen » Tantra Philosophie

Tantra Philosophie

Der Begriff Tantra bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt wie "weben", "ausdehnen". Damit ist die Bewusstseinsausdehnung bis zur Erleuchtung gemeint, was das eigentliche Ziel des Tantra ist.
Niemand weiss genau wann und wo Tantra entstanden ist. Eines ist nur sicher: seine Wurzeln gehen in die altindischen Zeiten zurück.
Von Indien aus hat es sich dann in die verschiedenen Regionen, wie Tibet und Nepal ausgebreitet, dort ist es als buddhistische Tantra bekannt.
Das indische Tantra ist in zwei Zweige aufgeteilt, auf das rechts- und auf das linkshändige Tantra.
Aus unserem Sicht ist das linkshändige Tantra von Bedeutung, denn es betrachtet den Menschen als eine Einheit und klammert Sexualität nicht aus, wie das die meisten Religionen und Philosophien tun.
Eine grundlegende Aussage des Tantra ist, dass unsere Welt aus zwei Kräften besteht. Aus der männlicher Kraft (in der indischen Mithologie Shiva genannt) und als Gegenpol Shakti, die weibliche Energie. Die Vereinigung der beiden Kräfte ruft unsere Welt hervor und keine kann ohne die Andere existieren.
Das Ziel des Tantra ist diese Gegensätzlickeit aufzuheben, um die Einheit zu erlangen.
Es wurden im Laufe der Zeit ganz unterschiedliche Meditationstechniken entwickelt, um diese Einheit zu erfahren, auch zu zweit in der sexuellen Vereinigung.
Die sexuelle Energie ist mächtig, daraus entsteht alles Leben. Diese Energie zu verfeinern und in höhere Chakren (Energiezentren) hochzuziehen ist möglich, dadurch entsteht eine höheres Energieniveau.
Auf diesen Grundlagen hat sich das heutige Tantra entwickelt, wobei aus dem urschprünglichem Gedankengut viel verloren ging.

Die tantrische Philosophie bietet eine andere Betrachtungsweise der Welt, auch für uns heutige Menschen.
Wie im Taoismus Yin und Yang, verkörpern die indischen Gottheiten Shiva und sein Gemahlin Shakti die kosmischen Urprinzipien im Tantra. Aus der Vereinigung dieser Kräfte entsteht das ganze Universum. In diesem Sinne ist jeder Mann Shiva, jede Frau ist Shakti.
Nur wenn diese Kräfte sich in Gleichgewicht befinden, entsteht Harmonie. Im übertragenen Sinne gilt es für jeden Mensch, denn wir alle haben männliche wie auch weibliche Anteile in uns.
Eine anderes nennenswertes Prinzip im Tantra ist die Akzeptanz alles Lebendigen. Alles ist eine Verkörperung des Göttlichen, ohne irgend etwas in eineSchubladen zu stecken, zu verurteilen oder als gut und böse einzuteilen.